IN DER HÖHLE
In der Blue Cave (Blaue Höhle): Licht, Baden und Schnorcheln
Wie die Blue Cave (Blaue Höhle) innen aussieht, warum ihr Wasser blau wirkt und was der Strand und das Schnorcheln rund um den Eingang bieten – nach den Angaben von Triton und veröffentlichter Forschung. Wie das Schwimmen am Tag selbst abläuft, erklärt die Reiseleitung an Bord.

Warum wirkt das Wasser in der Höhle blau?
Wegen des Tageslichts und wegen des Wassers selbst. Triton beschreibt, wie das Sonnenlicht blaue Reflexe auf das klare Wasser und die Kalksteinwände wirft. Die Physik hinter der Farbe ist gut belegt: Wasser absorbiert zuerst den roten Anteil des Sonnenlichts, deshalb wirkt Licht, das mehrere Meter Wasser durchquert hat, blau.

Keine Studie hat Messungen in dieser Höhle vorgenommen; deshalb sagt dieser Reiseführer weder, wo das Licht hereinfällt, noch nennt er eine ideale Uhrzeit. Die Hinweise von Triton beziehen sich auf die Bedingungen, nicht auf die Tageszeit: Die Farbe hängt von Sonne und Meer ab, und die Crew plant die Route mit Blick auf beides.
Kann man in der Höhle schwimmen?
Ja. Schwimmen in der Blauen Höhle gehört zum Halt von Triton und ist dort erlaubt. Triton sieht an der Höhle etwa 45 Minuten für Pause, Fotos, Schwimmen und Schnorcheln vor. Wie die Gruppe ins Wasser kommt und wo geschwommen wird, erklärt die Reiseleitung an Bord vor Ort.
Wie ist der Strand am Eingang?
Triton beschreibt einen geschützten Kiesstrand am Eingang der Höhle, an dem gebadet und geschnorchelt wird, und OpenStreetMap verzeichnet an diesem Küstenabschnitt einen Strand namens Plazhi i Llovizit. Von Einrichtungen dort berichtet keine Quelle. Bei etwa 45 Minuten Aufenthalt ist der Strand ein Ort zum Verschnaufen zwischen zwei Runden im Wasser.
Wie ist das Schnorcheln an der Höhle?
Triton nennt das Wasser rund um den Höhleneingang als Schnorchelplatz, mit Felsformationen unter der Oberfläche, und das Klassik-Paket der Tour enthält eine Schnorchelausrüstung. Was Sie sehen, hängt von Meer und Licht des Tages ab; deshalb verspricht dieser Reiseführer weder bestimmte Fische noch eine Sichtweite.
Wie sollte man mit der Höhle umgehen?
Schauen, fotografieren und alles so lassen, wie es ist. Der Managementplan des Meeresparks (Schlussentwurf, 2014) zählt Höhlen und Klippen zu den schützenswerten Merkmalen dieser Küste, zusammen mit den korallenartigen Kalksäumen, die eine geschützte Alge, Lithophyllum lichenoides, aufbaut. Fassen Sie den Fels nicht an, bringen Sie Ihren Müll zurück an Bord und folgen Sie den Anweisungen der Reiseleitung.
Welche anderen Höhlen gibt es an dieser Küste?
Viele, so die Nationale Agentur für Schutzgebiete Albaniens: Sie beschreibt die Westküste von Karaburun als von Höhlen und tiefen Schluchten zerschnitten; die meisten Höhlen liegen unter Wasser und werden oft von Süßwasserquellen gespeist. Diese schwer erreichbaren Orte nennt sie einen idealen Lebensraum für die Mittelmeer-Mönchsrobbe; eine Sichtung an der Blauen Höhle wird nicht versprochen.
Dieselbe Tour beginnt an der Haxhi-Ali-Höhle, einem eingetragenen Naturdenkmal, und endet in der Grama-Bucht, die eine eigene Höhle hat. Die Blaue Höhle steht nicht auf der Liste der Naturdenkmäler Albaniens.
Quellen
- Woods Hole Oceanographic Institution: „Why is the ocean blue?“ (auf Englisch)
- WWF und INCA für UNDP Albanien: Managementplan des Meeresnationalparks Karaburun-Sazan, Schlussentwurf (2014), archivierte Kopie (auf Englisch)
- Nationale Agentur für Schutzgebiete (AKZM): Nationalpark Karaburun-Sazan (auf Albanisch)